beckenbodentherapie für frauen

 

Inkontinenz und Beckenbodenschwäche – viele Frauen sind betroffen, doch was steckt dahinter?

Hier die Fakten:

In der Schweiz leiden schätzungsweise 400'000 Menschen - darunter mehrheitlich Frauen - an einer Urininkontinenz.

Eine Inkontinenz kann in jedem Alter auftreten - ältere Menschen leiden jedoch häufiger an einer Blasenschwäche.

Eine Inkontinenz in jungen Jahren entsteht meist durch Hochleistungssport oder durch anstrengende sportliche Aktivitäten.

Schwangerschaft und Geburt können sich ebenso in jungen Jahren negativ auf die Muskeln und Bänder auswirken, die den Beckenboden unterstützen.

Der sinkende Östrogenspiegel während der Wechseljahre kann auch zu einer Blasenschwäche führen.

Weitere Ursachen können Übergewicht oder schwere körperliche Arbeit sein – durch den stetigen Druck auf den Beckenboden, auf die Gebärmutter und auf die Blase.

Bei einer Inkontinenz ist die Muskulatur des Beckenbodens in ihrer Funktion beeinträchtigt und geschwächt.

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Wann ist es Zeit für eine Beckenbodenrehabilitation?

Bei unfreiwilligem Urinverlust beim Husten, Lachen, körperlicher Anstrengung oder auch in Ruhe.

Bei erschwerten oder unvollständigen Entleerungen der Blase

Bei häufigem Harndrang bei nur kleinen Entleerungsmengen

Bei häufig auftretende Blasenentzündungen

Bei Senkungsbeschwerden der Beckenorgane (Blase und Gebärmutter)

Nach Unterleibsoperationen (Gebärmutter, Blase)

Nach einer Schwangerschaft und Geburt

Bei Funktionsstörungen nach der Schwangerschaft und Geburt (Rücken- und Beckenringschmerzen, Schmerzen im Bereich des Damms und Genitalien nach Dammriss-/schnitt, Urininkontinenz, Rectus Diastase u.a.)

Bei Schmerzen im Becken- und Genitalbereich (chronic pelvic pain)

Bei chronischen Schmerzen an der Wirbelsäule (wiederkehrende Rückenbeschwerden, die sich durch konventionelle Behandlungen nicht verbessern)

Ob bei einer leichten Blasenschwäche oder starken Harninkontinenz. Ein individuelles Beckenbodentraining stärkt von innen und gilt als erfolgversprechende und sanfte Therapie.

Wie funktioniert eine Beckenboden-Therapie?

Die Funktion des Beckenbodens ganzheitlich wiederherzustellen ist das Ziel der Beckenbodenrehabilitation. Durch ein gezieltes Training der Beckenbodenmuskulatur wird der Beckenboden gestärkt, sodass die Bauchorgane wieder in ihrer ursprünglichen Position gehalten werden können.

Dadurch verbessert sich die Kontrolle über die Blasenfunktion, die Symptome der Harninkontinenz verschwinden und Schmerzen in der Blase, im Becken- und Genitalbereich sowie Schmerzen in der Lendenwirbelsäule werden enorm verringert.

In folgenden Schritten erfolgt bei uns eine Beckenbodenrehabilitation:

Gespräch und Befunderhebung - Allfällige Unsicherheiten und Beschwerden werden in Ruhe mit der Physiotherapeutin besprochen.

Aufklärung über Anatomie und Physiologie des Beckenbodens als Grundlage. Beratung über Verhaltenstraining der Blase bei Inkontinenz.

Kennenlernen von Wahrnehmungsübungen des Beckenbodens.

Gezielte Kräftigungsübungen und Relaxationsübungen des Beckenbodens, der Rumpfmuskulatur und der Rückenmuskulatur.

Erlernen von Ergonomie im Alltag (beckenbodenschonender Bewegungsabläufe) Verhalten im Sport und in Alltagsaktivitäten.

Erstellen eines individuellen Übungs- und Trainingsprogramms für Zuhause.

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> Während einer Beckenbodentherapie können manuelle Techniken und Biofeedback/ Elektrotherapie eingesetzt werden.
 

> Bei Schmerzen, Triggerpunkten oder Verspannungen im Beckenboden können intravaginale Behandlungstechniken durchgeführt werden.

Kosten:

Die Kosten der Beckenbodentherapie* werden von den Krankenkassen über die Grundversicherung übernommen. Eine ärztliche Überweisung ist aber erforderlich.

 

*In unserer Praxis bieten wir die Beckenbodentherapie ausschliesslich für Frauen an.